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Duschwanne einbauen: So gehen Sie am besten vor

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Wer eine Dusche neu einbauen oder renovieren möchte, steht zunächst vor einer grundlegenden Frage: Wie wird die Duschwanne montiert? Abhängig vom Raum, den baulichen Gegebenheiten und dem gewünschten Komfortniveau bieten sich unterschiedliche Konstruktionsvarianten an – von der Montage auf Wannenfüßen bis hin zur bodengleichen Lösung.

Duschwannen benötigen grundsätzlich eine gewisse Aufbauhöhe, da der Ablauf unter der Wanne Platz braucht – in der Regel etwa zehn Zentimeter. Eine bewährte Lösung ist die Montage auf Wannenfüßen. Dabei wird die Duschtasse auf einem stabilen Gestell mit verstellbaren Füßen montiert. Dieses ermöglicht eine flexible Ausrichtung, auch bei leicht unebenem Untergrund.

Um die Wanne zusätzlich zu stabilisieren, wird der entstehende Hohlraum zwischen Boden und Wanne mit Porenbetonsteinen ausgefüllt. Diese bilden eine feste Basis für die anschließende Fliesenverkleidung. Ein Vorteil der Wannenfußmontage ist die einfache Zugänglichkeit bei Reparaturen oder Anpassungen an der Ablaufgarnitur.

Wannenträger: einfach und wärmedämmend

Als Alternative zu Wannenfüßen kann ein passgenauer Wannenträger verwendet werden. Dabei handelt es sich um einen geformten Styroporkörper, in den die Duschwanne passgenau eingelegt wird. Der Träger übernimmt zugleich die Funktion der Dämmung und sorgt für eine stabile Auflagefläche.

Ein zusätzlicher Unterbau mit Betonsteinen entfällt. Die Verkleidung erfolgt direkt auf dem Styroporkörper, der sich gut verarbeiten lässt und die Montagezeit reduziert. Gerade bei Neubauten oder Sanierungen, in denen schnelle Lösungen gefragt sind, ist der Wannenträger eine praktische Option.

Bodengleich duschen: barrierefrei und ästhetisch

Moderne Badezimmer setzen zunehmend auf bodengleiche Duschen – sowohl aus ästhetischen als auch funktionalen Gründen. Der Einstieg erfolgt ohne Stufe, was die Nutzung komfortabel und auch für bewegungseingeschränkte Personen sicherer macht. Besonders in Kombination mit großzügigen Walk-In-Duschen entsteht ein offenes Raumgefühl.

Für den bodengleichen Einbau gibt es drei gängige Varianten: eine flache Duschtasse, die tief in den Boden versenkt wird; ein befliesbares Duschboard mit integriertem Ablauf; oder eine Estrichlösung mit Gefälle und Duschrinne. Letztere bietet maximale Gestaltungsfreiheit, erfordert jedoch eine präzise Ausführung und ausreichende Aufbauhöhe.

Materialliste für den Einbau

Die Montage einer Duschwanne erfordert einige grundlegende Materialien, abhängig vom gewählten Montagesystem. Zu den Standardkomponenten zählen:

  • Duschwanne
  • Ablaufgarnitur mit HT-Rohren
  • Flüssigabdichtung und Dichtband
  • Tiefengrund und Fliesenkleber
  • Fliesen und Silikon
  • Wasserwaage, Bleistift, Farbrolle

Zusätzlich je nach System:

  • Für Wannenfüße: Wannenfußgestell, Klemmträger, Porenbetonsteine, Säge
  • Für Wannenträger: Montageschaum, Zahnspachtel

Einbau mit Wannenfüßen: Schritt für Schritt

1. Abdichtung vorbereiten:
Zunächst wird der Duschbereich gründlich gereinigt. Wand und Boden sollten frei von Staub und Rückständen sein. Anschließend folgt eine zweifache Schicht Flüssigabdichtung, die mit einer Farbrolle aufgetragen wird. Für Ecken und Kanten wird ein spezielles Dichtband eingesetzt.

2. Wannenfüße montieren:
Die Duschtasse wird auf den Kopf gelegt, das Wannenfußgestell an der Unterseite befestigt. Dabei sollte das Gestell möglichst weit außen positioniert werden. Anschließend wird die Wanne aufgestellt, in Endposition gebracht und mithilfe der Schraubfüße ausgerichtet. Die Unterkante wird an der Wand markiert, dort werden Klemmträger angebracht. Zur Wand hin wird ein Wannenranddichtband aufgebracht und mit Schallschutzband ergänzt.

3. Ablaufgarnitur anschließen:
Die Ablaufgarnitur wird vormontiert, auf die angezeichnete Position gelegt und an die Abwasserleitungen angeschlossen. Nach Einsetzen der Duschwanne wird der Ablauf vervollständigt und alle Verbindungen auf Dichtheit geprüft – zum Beispiel durch einen Wasserdurchlauf mit der Gießkanne.

4. Unterbau verkleiden:
Zum Auffüllen des Hohlraums unter der Wanne werden zugeschnittene Porenbetonsteine verwendet, die mit Fliesenkleber befestigt werden. Die Steine sollten bündig zur späteren Fliesenoberkante sitzen. Abschließend folgt die Verfliesung und das Einbringen einer Silikonfuge zwischen Wanne und Fliesen. Die Duschkabine wird zuletzt montiert.

Maßgeschneiderte Lösungen für den Nassbereich

Die Wahl der passenden Montageart für eine Duschwanne hängt von verschiedenen Faktoren ab – etwa von der vorhandenen Aufbauhöhe, dem gewünschten Komfort und der baulichen Struktur. Ob Wannenfüße, Wannenträger oder bodengleiche Dusche: Mit einer sorgfältigen Planung und der richtigen Ausführung lässt sich die Dusche funktional und optisch optimal ins Bad integrieren.