Die Tiefe eines Badschranks entscheidet nicht nur über Stauraum, sondern auch über die Alltagstauglichkeit der gesamten Installation. Hersteller wie Bauformat erhöhen ihre Korpustiefe derzeit von 555 auf 560 Millimeter. Was nach einer kleinen Veränderung klingt, hat praktische Gründe.
Die Anpassung erfolgt hinter der Rückwand und vergrößert den Montageraum für Anschlüsse. Dadurch bleibt mehr Platz für Aqua-Stopp-Systeme, Stecker oder Leitungsführungen, ohne dass der Innenraum des Schranks beeinflusst wird.
Welche Standardtiefe haben Badschränke?
Unter- und Seitenschränke im Bad bewegen sich meist in einem Bereich zwischen 500 und 560 Millimetern. Der Unterschied zur Küche liegt darin, dass Badezimmerschränke stärker auf die Sanitärtechnik abgestimmt sind. Für Waschtischunterschränke spielt die Tiefe des Beckens eine Rolle, während Seitenschränke eher dem Stauraum dienen. Viele Hersteller setzen auf eine Standardtiefe rund um 50 bis 55 Zentimeter, weil sich damit Armaturen, Siphons, Steckdosen und eventuelle Wasserstopps sicher integrieren lassen.
Mit der neuen Tiefe von 560 Millimetern schafft Bauformat zusätzlichen Installationsraum, ohne optische Veränderungen an den Möbeln vorzunehmen. Das erleichtert die Montage und reduziert das Risiko, dass Leitungen gequetscht oder Geräteanschlüsse zu knapp gesetzt sind.
Worauf kommt es bei der Tiefe eines Badschranks an?
Entscheidend ist die Abstimmung zwischen Möbel, Sanitärinstallation und Raumschnitt. Ein zu tiefer Schrank kann Bewegungsflächen einschränken oder mit Türen und Heizkörpern kollidieren. Ein zu flacher Schrank wiederum bietet oft nicht genug Platz für Siphon, Abfluss oder zusätzliche Technik wie LED-Netzteile. Deshalb planen Hersteller ihre Korpustiefen so, dass sie gängigen Installationsmaßen entsprechen.
Wichtig ist außerdem, wie die Tiefe genutzt wird. Ein Montageraum hinter der Rückwand schafft Flexibilität und ermöglicht saubere Installationen, ohne den nutzbaren Stauraum zu verkleinern. Für kleine Bäder kann das entscheidend sein, weil jeder Zentimeter zählt und unsichtbare Technik nicht im Innenraum stört.
Die Standardtiefe von Badschränken orientiert sich an den Anforderungen der Sanitärinstallation und liegt meist zwischen 500 und 560 Millimetern. Eine moderate Erhöhung – wie die neuen 560 Millimeter – verbessert den Montageraum, ohne das Möbel nach außen hin zu verändern.
