Oranger Schimmel ist weniger bekannt als schwarzer oder weißer, tritt aber dennoch in Haushalten auf. Er kann Lebensmittel befallen, vor allem aber in feuchten Bereichen der Wohnung entstehen. Auffällig ist seine intensive Farbe, die von orange bis rostrot reicht.
Die Ursachen sind ähnlich wie bei anderen Schimmelarten: Feuchtigkeit, mangelnde Belüftung und organisches Material als Nährboden.
Wo oranger Schimmel am häufigsten vorkommt
Auf Oberflächen in der Wohnung bildet er sich bevorzugt dort, wo Feuchtigkeit länger stehen bleibt, etwa an Silikonfugen, in schlecht belüfteten Bädern oder an Wasserrohren mit Kondenswasser.
In seltenen Fällen tritt er in Holzstrukturen auf, etwa an feuchten Kellerbalken oder hinter Möbeln, die dicht an kalten Außenwänden stehen.
Warum er entsteht
Die Pilze, die orangen Schimmel bilden, wachsen bevorzugt bei höherer Feuchtigkeit. Wenn die Luftfeuchtigkeit über längere Zeit steigt, sich Staub oder organische Reste sammeln oder der Untergrund schlecht trocknet, breitet sich Schimmel schnell aus. In Bädern reichen oft schon winzige Feuchtnischen aus, um ihn wachsen zu lassen.
Gesundheitsgefahr: wie ernst muss man ihn nehmen?
Oranger Schimmel ist nicht grundsätzlich gefährlicher als andere Schimmelarten, aber auch nicht harmlos. Er kann Atemwege reizen, Allergien auslösen oder bestehende Beschwerden verschlimmern. Auf Lebensmitteln ist er ein klares Warnsignal: Sind Früchte oder Brot betroffen, sollten sie vollständig entsorgt werden.
So entfernt man orangen Schimmel in der Wohnung
Die Vorgehensweise ähnelt der bei anderen Schimmelarten. Wichtig ist eine gründliche Entfernung und die Beseitigung der Ursache.
- Befallene Stellen zunächst trocken abwischen und lose Sporen entfernen.
- Anschließend mit Alkohol (mindestens 70 Prozent), handelsüblichem Schimmelentferner oder Wasserstoffperoxid behandeln.
- Silikonfugen, die stark betroffen sind, besser erneuern, da der Schimmel tief eindringen kann.
- Möbel, die schimmelanfällig stehen, etwas von der Wand abrücken, damit Luft zirkulieren kann.
Wenn größere Flächen befallen sind oder der Schimmel immer wiederkehrt, sollte ein Fachbetrieb eingeschaltet werden.
Vorbeugung: Feuchtigkeit im Griff behalten
Schimmel entsteht dort, wo Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Im Badezimmer hilft regelmäßiges Lüften, am besten mit Stoßlüftung. Ventilatoren und Abluftanlagen sollten sauber und ausreichend leistungsfähig sein.
Auch im Wohnraum ist eine konstante Raumtemperatur sinnvoll, damit sich weniger Kondenswasser bildet. Textilien oder Handtücher sollten nicht dauerhaft im Bad trocknen, wenn kein Fenster vorhanden ist.
Oranger Schimmel ist ein Warnsignal dafür, dass Feuchte oder Hygiene nicht optimal sind. Wird er früh erkannt und die Ursache beseitigt, lässt er sich zuverlässig entfernen und breitet sich nicht weiter aus.
