Die Empfehlung der Kabinenhersteller lautet von jeher: Nach jedem Duschen die Glaswand oder Duschkabine mit einem Duschabzieher trocknen. Was im ersten Moment übertrieben klingt, ist in der Praxis ein bewährter Schritt, um Zeit, Geld und Reinigungsaufwand zu sparen. Doch was bringt ein Duschabzieher wirklich? Und gibt es Alternativen?
Ein Duschabzieher ist ein handliches Werkzeug – meist mit Gummilippe – das wie ein Fensterabzieher funktioniert. Er wird verwendet, um Wasserreste von Duschwänden und Fliesen zu entfernen, bevor sie trocknen und Rückstände hinterlassen.
Ziel ist es, Kalkablagerungen, Seifenreste und Wasserflecken zu vermeiden. Vor allem bei Glaswänden und Fliesen mit glänzender Oberfläche kann sich Kalk schnell festsetzen. In Regionen mit hartem Wasser geschieht das noch schneller.
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Wie benutzt man den Duschabzieher richtig?
Der Duschabzieher wird unmittelbar nach dem Duschen verwendet – solange die Flächen noch feucht sind. Man beginnt am oberen Rand der Glaswand oder Fliese und zieht das Wasser mit gleichmäßigem Druck nach unten oder zur Seite ab.
Ideal ist es, in Bahnen zu arbeiten und überschüssiges Wasser mit einem Mikrofasertuch von Rahmen, Ecken oder Armaturen aufzunehmen.
Wichtig: Der Duschabzieher sollte regelmäßig gereinigt werden, damit sich keine Schmutzrückstände an der Gummilippe sammeln, die Kratzer verursachen könnten.
Bringt das tägliche Abziehen tatsächlich etwas?
Die Dusche schnell zu trocknen hat Vorteile – und das gleich in mehrfacher Hinsicht:
- Kalkablagerungen werden minimiert, was die Reinigung deutlich erleichtert.
- Die Duschwand bleibt länger streifenfrei und transparent, ohne dass aggressive Reinigungsmittel notwendig sind.
- Die Oberflächen bleiben länger neuwertig, da hartnäckige Verschmutzungen gar nicht erst entstehen.
- Schimmelbildung wird reduziert, da weniger Feuchtigkeit an Wänden und Fugen zurückbleibt.
Wer täglich abzieht, spart langfristig Reinigungszeit und Materialkosten, etwa für Entkalker oder Spezialreiniger.
Welche Alternativen gibt es zum Duschabzieher?
Für alle, die keinen klassischen Abzieher nutzen möchten, gibt es einige Alternativen:
- Mikrofasertücher: Sie nehmen Feuchtigkeit gut auf und können nach jedem Duschen zum Trocknen von Glas und Fliesen verwendet werden. Allerdings muss danach das Tuch selbst getrocknet werden.
- Fensterleder oder Schwammtücher: Funktionieren ähnlich wie Mikrofasertücher, nehmen aber weniger Wasser auf.
- Wasserabweisende Beschichtungen: Einige Duschwände sind ab Werk mit einem Lotus-Effekt versehen, der Wasser abperlen lässt. Auch nachträgliche Versiegelungen sind möglich – sie ersetzen das Abziehen aber nicht vollständig.
- Handbetriebene Fenstersauger: Für Technikbegeisterte kann ein kleiner Akkusauger hilfreich sein, um Wassertropfen aufzunehmen. Der Aufwand ist allerdings deutlich höher als bei einem einfachen Abzieher.
Muss es ein spezieller Duschabzieher sein?
Wichtig ist, dass die Gummilippe weich und gleichmäßig über die Oberfläche gleitet, ohne sie zu verkratzen. Viele Modelle aus Edelstahl, Silikon oder Kunststoff sind mittlerweile auch optisch ansprechend gestaltet und lassen sich per Wandhalterung unauffällig unterbringen.
Es gibt auch kleinere Modelle, die gut in enge Ecken und Rundungen passen – besonders bei Duschkabinen mit gewölbtem Glas von Vorteil.
Kleine Geste, große Wirkung
Das tägliche Abziehen nach dem Duschen ist ein einfacher Handgriff, der viel bringt. Wer ihn zur Routine macht, spart sich lästiges Putzen, beugt Kalk und Schimmel vor und verlängert die Lebensdauer von Duschwand und Fliesen. Ob mit Abzieher, Tuch oder Technik – Hauptsache, die Feuchtigkeit bleibt nicht zu lange an Ort und Stelle.
