An duftenden Blüten Fernweh schnuppern und später Zitronen, Limetten oder Orangen ernten? Das dürfen Sie mit Ihrem eigenen Zitrusbäumchen!
Das Badezimmer kann wegen der hohen Luftfeuchtigkeit grundsätzlich ein guter Standort für Zitruspflanzen sein, wenn es ausreichend hell ist oder mit zusätzlicher Beleuchtung ausgestattet wird.
Lichtbedarf: Zitruspflanzen benötigen sehr viel Licht, idealerweise einen hellen Standort mit direkter Sonneneinstrahlung, z.B. ein nach Süden ausgerichtetes Fenster. Badezimmer haben oft wenig natürliches Licht, was für Zitruspflanzen problematisch ist und zu Blattverlust führen kann.
Luftfeuchtigkeit: Das Badezimmer bietet meist eine hohe Luftfeuchtigkeit, was für Zitrusbäume grundsätzlich vorteilhaft ist, da sie trockene Luft nicht mögen und eine höhere Luftfeuchtigkeit Schädlinge wie Schildläuse fernhält.
Temperatur: Zitruspflanzen bevorzugen konstante, eher kühle Temperaturen im Winterquartier (um 5 °C), während zu warme und beheizte Räume (wie oft Badezimmer) nicht ideal sind, da sie Stress und Schädlingsbefall begünstigen können.
Gießen: Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da Zitruspflanzen empfindlich gegen Wurzelfäule sind. Gute Drainage und ein Topf mit Abflusslöchern sind wichtig. Im Badezimmer kann durch die hohe Luftfeuchtigkeit der Wasserbedarf etwas geringer sein, dennoch sollte die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen.
Zusätzliche Beleuchtung: Wenn das Badezimmer nicht ausreichend Licht bietet, kann eine Pflanzenlampe helfen, den Lichtmangel auszugleichen und das Wachstum zu fördern.
Zitrusgewächse blühen im Frühjahr, und erst gegen Ende des Winters reifen ihre Früchte. Haben sich zum Beispiel Zitronen gelb gefärbt, brauchen sie noch einige Wochen, bis sie sich leicht vom Baum lösen. So ernten Besitzer eines Zitronenbäumchens in ihrem Badezimmer oder Wintergarten — eben wo sie ihre Pflanzen gerade überwintern.
Zitronen auch in unseren Breiten anzubauen, hat schon mehr als 400 Jahre Tradition, als in den Orangerien des Adels und der Gutbetuchten Zitronenbäume wuchsen. Inzwischen haben noch viele Zitrusgewächse mehr in die Häuser, beziehungsweise ab Frühjahr auf Terrassen und Balkone Einzug gehalten.
Diese Zitruspflanzen eignen sich
Neben der klassischen Citrus Iimon, die starkwüchsig ist, zuverlässig fruchtet und rund ums Jahr duftende Blüten zeigt, eignet sich die süßere C. meyen, eine Kreuzung aus Zitrone und Süßorange. Sie blüht ab April/ Mai. C. limetta lieben einen warmen Platz im Gewächshaus, die bescheidenere Sorte ’Pursha’ bildet gelbschalige Früchte, die jährlich reiche Ernten bescheren.
Die zahlreichen kleinen Früchte der Fortune a margarita kann man mit Schale essen, auch sie reifen im Winter. Ungewöhnlich geformte, fingerförmige Früchte bildet Citrus (C. medica), eine begrenzt verfügbare Rarität, deren dicke Schale intensiv duftet. Eine Fingerlimette gute Kältetoleranz besitzt zudem die (C. x floridana), eine Kreuzung aus Limette und Kumquat. Ihre dünnschaligen, kleinen Früchte schmecken intensiv sauer. Auch Mandarinen, Grapefruits, Bitterorangen und Orangen können Sie bei sich zu Hause ernten.
Wer gerne asiatisch isst, sollte die C. hystrix kennenlernen. Ihre duftenden Blätter werden mitgekocht. Etwas besonderes ist die australische Microcitrus australasica, aus deren kleinen gurkenförmigen Früchten das Fruchtfleisch wie Kaviarperlen quillt und auf der Zunge prickelt.
