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Badezimmer: Kann man Regenwasser nutzen?

Regenwasser kann nur dort als Ersatz für kostbares Trinkwasser verwendet werden, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist.

Während der Niederschlag auf die Erde herabfällt, binden die Wassertröpfchen Stoffe aus der Atmosphäre an sich. Dabei handelt es sich in erster Linie um Säurebildner. Wenn der Regen auf die Dachfläche eines Hauses auftrifft, nimmt er weitere Verunreinigungen mit den dort abgelagerten Partikeln auf. In Ballungsgebieten und in der Nähe von Industrieanlagen sind die Ablagerungen auf den Dächern besonders stark.

Für Toilettenspülung

Für die Toilettenspülung ist Regenwasser trotz der beschriebenen Verunreinigungen aber problemlos einsetzbar. Durch das Zwischenschalten von Filtern wird gewährleistet, dass das Wasser optisch sauber ist und nicht riecht. Soll Regenwasser zum Wäschewaschen verwendet werden, sind die Hygieneanforderungen höher. Eine Belastung des Wassers mit Eisen und Mangan kann unter Umständen zu Verfärbungen führen, ist aber hygienisch unbedenklich. Probleme bereiten Coli-Bakterien, die zum Beispiel aus Vogelkot vom Dach stammen. Solche Erreger können bei 40-Grad-Wäsche in den Textilien verbleiben.

Keine besonderen Hygieneanforderungen

Für im Haus genutztes Regenwasser liegen keine vom Gesetzgeber festgelegten Qualitätsanforderungen vor. Wollte man dennoch Qualitätsansprüche formulieren, so wäre eine Untergliederung für die Bereiche WC-Spülung, Wäschereinigung und Gartenbewässerung sinnvoll.

An das Regenwasser für die Toilette muss kein besonderer Anspruch gestellt werden. Es gibt keine Hygieneanforderungen, und eine Belastung des Wassers, zum Beispiel mit Schwermetallen ist für die Toilettenspülung ohne Bedeutung. Beim Waschen mit Regenwasser ist sicherzustellen, dass keine Bakterienbelastungen zu befürchten sind. Die niedrige Wasserhärte erlaubt eine äußerst sparsame Dosierung des Waschmittels. Enthärter und Weichspüler werden überflüssig.