Das Duschen gehört für viele zum Alltag – sei es als morgendliches Wachmacher-Ritual oder zur Entspannung nach Feierabend. Doch neben dem Wohlgefühl bleibt ein Aspekt oft unbeachtet: die Kosten. Dabei zeigt sich, dass schon kleine Veränderungen im Duschverhalten spürbare finanzielle Effekte haben können.
Eine Auswertung von t-online veranschaulicht anhand eines Rechenbeispiels, wie sich Wassertemperatur und Duschdauer auf die Energiekosten auswirken. Grundlage ist eine Einzelperson, die täglich duscht.
Für die Berechnung werden zwei Szenarien verglichen: Tägliches kaltes Duschen bei 18 Grad Celsius für sechs Minuten versus warmes Duschen bei 38 Grad Celsius für acht Minuten, allerdings nur drei Mal pro Woche.
Kostenvergleich je nach Heizsystem
Bei Verwendung eines elektronischen Durchlauferhitzers entstehen für das tägliche kalte Duschen jährlich etwa 123 Euro. Haushalte, die mit Erdgas heizen, zahlen rund 127 Euro, mit Fernwärme lediglich 86,81 Euro.
Wer dagegen auf warmes Duschen setzt, jedoch nur drei Mal pro Woche, zahlt bei Strombetrieb rund 192 Euro im Jahr. Mit Erdgas sinkt der Betrag auf etwa 142 Euro, mit einer Wärmepumpe auf rund 108 Euro. Der Unterschied zeigt: Je nach Energiequelle variiert das Sparpotenzial erheblich.
Temperatur runter, Rechnung runter
Das meiste Einsparpotenzial liegt im Wechsel zu kälterem Wasser: Ein Stromhaushalt spart rund 70 Euro jährlich, wenn täglich kalt geduscht wird anstatt warm, aber seltener. Bei Erdgas fällt die Ersparnis geringer aus, liegt aber immerhin bei rund 20 Euro.
Wer nicht ganz auf warmes Wasser verzichten möchte, kann dennoch sparen: Schon das Absenken der Duschtemperatur von 38 auf 36 Grad und eine Verkürzung der Duschdauer auf sechs Minuten reduzieren die Energiekosten deutlich.
Gesund duschen: Besser mit warmen oder kalten Wasser?
Gesundheitlicher Nebeneffekt
Auch gesundheitlich haben beide Varianten Vorteile. Kaltes Wasser fördert die Durchblutung und strafft das Bindegewebe, während weniger häufiges Duschen den Säureschutzmantel der Haut schont. Somit kann der Griff zum Wasserhahn sowohl dem Geldbeutel als auch dem Körper zugutekommen.
Preise im Überblick (Stand 2025)
- Wasserkosten (Trink- und Abwasser): 4,33 Euro/m³
- Strom: 0,33 Euro/kWh
- Erdgas: 0,13 Euro/kWh
- Heizöl: 0,15 Euro/kWh
- Fernwärme: 0,09 Euro/kWh
Unterm Strich zeigt sich: Wer bei der nächsten Dusche die Temperatur ein wenig senkt oder die Duschzeit verkürzt, kann übers Jahr gerechnet deutlich sparen – ohne große Komforteinbußen.
