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Ein Pissoir im heimischen Badezimmer: Viele gesundheitliche Vorteile

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Warum gibt es Bidets, aber sehr selten Pissoirs in Bädern? Laut der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft haben 6 Prozent der Deutschen ein Bidet, aber nur 3 Prozent ein Pissoir. Damit liegt Deutschland weit hinter Mittelmeerländern wie Italien, Spanien, Portugal und Griechenland, wo Bidets zur kultuellen und sanitären Grundausstattung gehören.

In Italien ist das Bidet seit 1975 für alle Neubauten verpflichtend. Jede Wohnung muss über mindestens ein Badezimmer mit Toilette, Badewanne oder Dusche, Waschbecken und eben auch einem Bidet verfügen. Ein Bidet ist ein niedrig angebrachtes Sitzwaschbecken, das speziell zur Reinigung des Intimbereichs nach dem Toilettengang entwickelt wurde. Es sieht einer Toilettenschüssel ähnlich, befindet sich meist direkt neben der Toilette und wird mit Wasser genutzt, um die äußeren Genitalien und den Anus zu säubern.

Bidets sind mit einem Wasserhahn ausgestattet, über den sich Temperatur und Intensität des Wasserstrahls regulieren lassen. Die Benutzung erfolgt meist sitzend – entweder mit Blick zur Wand (Wasserhahn) oder in den Raum, je nachdem, welcher Körperbereich gereinigt werden soll.

Können Bidets von sämtlichen Geschlechtern nach dem großen Geschäft oder zum Waschen des Intimbereichs genutzt werden, sind Pissoirs reine Männersache. Und bringen gerade auf öffentlichen Klos erhebliche gesundheitliche Vorteile.

Pissoir: erhebliche gesundheitliche Vorteile

So sammeln sich bei ihnen keine Keime, die sich auf der Toilettenbrille befinden, wenn sie nur dem kleinen Geschäft nachgehen. Ein Grund, warum Frauen – vorausgesetzt, die Beinmuskulatur ist kräftig genug – in solchen Fällen das Hocken dem Sitzen vorziehen, um die Toilette nicht berühren zu müssen.

Was aber mindestens ebenso wichtig ist, ist die leichtere Entleerung der Blase bei nicht abgeknickter Harnröhre. Im Stehen knickt die Harnröhre nicht so stark ab und der Urin kann die Blase leichter verlassen. In jungen Jahren ist das nicht von Bedeutung, wenn aber mit steigendem Lebensalter die Prostata größer wird, erzeugt diese einen Widerstand, den der Harn erstmal überwinden muss.

Was kostet der Einbau eines Pissoirs?

Spätestens dann fällt das Urinieren im Stehen leichter. Ansonsten bleibt Rest-Urin in der Blase zurück, der zu Harnwegsinfekten und Blasensteinen führen kann. Sich mit zunehmendem Alter ein Urinal im Bad anzuschaffen, kann also sinnvoll sein.

Die gängigsten Modelle von Geberit, Duravit und Ideal Standard kosten zwischen 280 und 320 Euro. Hinzu kommt die Installation – diese kann sich auf bis zu 600 Euro belaufen.