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Badewannen verschwinden aus unseren Häusern: Das ist der Hintergrund

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Wer schon einmal durch Immobilienangebote gescrollt oder eine Renovierungssendung im Fernsehen gesehen hat, dem dürfte ein Trend aufgefallen sein: Badewannen sind längst nicht mehr so allgegenwärtig wie früher. Stattdessen dominieren spa-ähnliche Duschen mit Regenduschköpfen und gläsernen Abtrennungen das moderne Badezimmer. Bedeutet das das Ende der Badewanne? Nicht unbedingt.

Für alle, die sich ein Zuhause ohne Badewanne nicht vorstellen können, gibt es gute Nachrichten: Die Badewanne verschwindet nicht, sie entwickelt sich weiter. Badewannen werden zunehmend zu einem Luxusobjekt, zu einem exklusiven Feature.

Die Abkehr von der klassischen Badewanne hin zu großzügigen Duschen wird durch den Wunsch nach praktischen Lösungen vorangetrieben. Viele Menschen ziehen eine schnelle Dusche einem ausgedehnten Bad vor. Vor allem in Neubauten oder Wohnungen mit begrenztem Platzangebot setzen Architekten und Bauherren zunehmend auf große, zugängliche Duschbereiche, die praktisch und energieeffizient sind.

Renaissance der freistehenden Wannen

Luxuriöse freistehende Modelle erleben so eine Renaissance. Diese Badewannen werden nicht nur funktional genutzt, sondern als stilvolle Hingucker inszeniert. Oft unter großen Fenstern oder von aufwendigen Fliesen umrahmt, werden sie zum ästhetischen Mittelpunkt des Badezimmers.

Für diejenigen, die eine Badewanne bevorzugen, geht es heute weniger um den reinen Nutzen als vielmehr um das Erlebnis. Whirlpool-Funktionen, digitale Temperatursteuerungen oder sogar Aromatherapie gehören in vielen höherpreisigen Badezimmern mittlerweile zum Standard. Die Badewanne wird so zu einem Ort der Entspannung und Selbstfürsorge – eine Art persönliches Spa, das den Wunsch nach Rückzugsorten in den eigenen vier Wänden erfüllt.

Nicht alle Haushalte verzichten jedoch auf die klassische Badewanne. Familien mit kleinen Kindern schätzen ihre Praktikabilität für das tägliche Baden. Auch Tierbesitzer profitieren von der Funktionalität, die eine Wanne bietet.

Das haben Senioren und Millennials gemeinsam

Auf der anderen Seite sind es ältere Menschen, die den Trend zu barrierefreien Duschen verstärken. Das Konzept des „Aging in Place“ – also das Wohnen im Alter im eigenen Zuhause – fördert die Umgestaltung von Badezimmern, um sie sicherer und zugänglicher zu machen.

Der Umbau von Badewannen zu ebenerdigen Duschen ist dabei ein zentraler Bestandteil. Diese Designs beseitigen physische Barrieren und bieten mehr Sicherheit für Senioren oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Auch Millennials tragen zur Entwicklung bei. Viele junge Hausbesitzer verzichten zugunsten von Zeit- und Platzersparnis auf eine Badewanne. Gerade in städtischen Wohnungen mit begrenztem Platz wird die Badewanne oft durch moderne, wartungsfreundliche Walk-in-Duschen ersetzt.