Zu Großmutters Zeiten stand er exponiert auf einem Sockel im Erker, heute verwandelt er Badezimmer in grüne Oasen: der Nierenschuppenfarn.
Der „Nephrolepis exaltata“ oder auch Schwertfern ist eine der allerersten Zimmerpflanzen überhaupt, denn er kam als tropisches Gewächs schon 1793 nach England. Nephros bedeutet Niere, und lepis kann man mit Schuppe oder Rinde übersetzen, was auf die Form des Schleiers hinweist, der die Sporenbehälter auf der Blattunterseite abdeckt. Exalta bedeutet besonders hoch und weist darauf hin, dass es sich um einen Farn handelt, der ziemlich groß werden kann.
Die Pflanze vermehrt sich nicht nur durch Sporen, sondern bildet auch Ausläufer aus, die zu „Jungen“ werden. Anders als vor 200 Jahren, ist der Nierenschuppenfarn heute in zahlreichen Sorten mit unterschiedlichen Blattformen im Angebot.
Erinnert an Grünkohl
Einige haben kleine Blätter – beispielsweise „Duffi“ -, während andere wie „Marisa“ gelappte haben, doppelt gabelige („Humata“) oder gekräuselte („Green Fantasy“). „Emina“ gar erinnert stark an Grünkohl. Somit passen die Sorten dieses Farns in jede Umgebung und zu jedem Geschmack.
Das Beste an den neuen Züchtungen ist jedoch, dass die Pflanzen keine gelben Blätter bekommen und dass nichts „herabrieselt“. Der Nierenschuppenfarn mag es hell, will aber nicht direkt in die Sommersonne. Nach gründlichem Bewässern sollte er an der Oberfläche etwas austrocknen vor dem nächsten Guss.
Während der Wachstumssaison kann er mit normalem Düngemittel, jedoch in halber Konzentration bedacht werden, im Winter soll er überhaupt nicht gedüngt werden.
