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Hausmodernisierung planen – Wo Sie überall Wasser sparen können

Es ist nicht knapp. Aber es ist kostbar. Trinkwasser ist reichlich vorhanden in Deutschland. Und dennoch sollte man sparsam damit umgehen.

Denn was fürs Baden, die Toilette oder fürs Wäschewaschen gebraucht wird, muss später mit großem Energieaufwand wieder gereinigt werden. Außerdem stellt die Entnahme von Wasser einen Eingriff ins Ökosystem dar. Viel Aufwand ist gar nicht nötig, um Wasser zu sparen. Schon kleine Veränderungen im Haushalt bringen Wirkung.

Etwa eine Badewanne voll Trinkwasser – nämlich 125 Liter – verbraucht der Bundesbürger im Schnitt am Tag. Getrunken und fürs Kochen verwendet werden davon gerade mal fünf Liter. Der größte Teil rauscht fürs Baden und Duschen und für die Toilette durch die Leitung. Im Bad gibt es deshalb auch viel Sparpotenzial. Wer duscht statt zu baden, verbraucht gerade mal ein Drittel so viel Wasser. Wer sich unter einen Sparduschkopf stellt, der dem Wasserstrahl Luft beimischt, reduziert den Durchfluss noch einmal deutlich.

Durchfluss begrenzen

Alternativ kann man auch preisgünstige Durchflussbegrenzer zwischen Armatur und Duschschlauch montieren. Bei einem Thermostatmischer kann man die bevorzugte Wassertemperatur fest einstellen und spart sich das zeitaufwändige Mischen.

Das gilt auch für die Toilette. So verbrauchen alte Spülkästen neun bis zwölf Liter pro Spülung, neuere Modelle kommen mit sechs Litern aus. Mit einer Zwei-Mengen-Spülung sind es bei der Betätigung der Kurzspülung noch einmal drei Liter weniger.

Bei den Waschbecken in Küche und Bad kann man einen Durchflussbegrenzer einsetzen. Er reduziert den Verbrauch um 30 bis 50 Prozent. Solche Investitionen rechnen sich sehr schnell.

Obwohl der Wasserverbrauch in Deutschland seit Anfang der 90er Jahre von gut 140 auf 125 Liter am Tag gesunken ist, gibt es noch Potenzial: In einigen ostdeutschen Regionen werden unter 100 Liter am Tag verbraucht. Es ist also möglich, mit noch weniger Wasser auszukommen.

Warnung von Hygiene-Experten

Warnungen von Hygiene-Experten, dass ein geringerer Wasserverbrauch die Keimbelastung in den Leitungen erhöhen könnte, sind dabei durchaus ernst zu nehmen. Gefahren für den Verbraucher sind aber nicht akut, die Wasserversorger sind an sehr strenge Grenzwerte gebunden. Für die Wasserwerke erhöht sich mit sinkendem Verbrauch allerdings der Aufwand: Sie müssen die Leitungen häufiger spülen.

Reduzieren kann man den täglichen Wasserbedarf auch durch den Einsatz moderner Waschmaschinen und Geschirrspüler. Wer sie nur komplett befüllt in Betrieb nimmt, zieht daraus den größten Nutzen.

Aufwändiger ist der Einbau einer Regenwassernutzungsanlage. Allerdings: Wirtschaftlich rechnen sie sich in den meisten Fällen nicht. Und der Aufwand an Material und Energie für Installation und Betrieb ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Verwenden kann man das Regenwasser für die Toilettenspülung. Von einer Nutzung für die Waschmaschine rät das Umweltbundesamt dagegen aus hygienischen Gründen ab. Uneingeschränkt empfehlenswert ist Regenwasser für den Garten.